Pflege und Beruf vereinbaren: So gelingt der Balanceakt für pflegende Angehörige

Mefküre Ülker • 10. Februar 2025

Du hast das Gefühl, ständig zwischen zwei Welten zu jonglieren – der Arbeit und der Pflege eines geliebten Menschen?

Junge Frau lächelt und hält die Hand einer älteren Dame im Freien. Beide wirken glücklich und verbunden.
Morgens Meetings, nachmittags Arzttermine, abends Erschöpfung? Du bist nicht allein. Millionen von Menschen stehen vor genau dieser Herausforderung. Aber es gibt Wege, diesen Balanceakt zu meistern – ohne sich selbst zu verlieren.

Doch wie kann man beiden Rollen gerecht werden, ohne sich zu überlasten? Welche Unterstützung gibt es? Und wie kann man den Spagat zwischen Beruf und Pflegealltag meistern? Hier sind wertvolle Impulse und praxisnahe Tipps, die helfen können.


1. Die eigenen Rechte kennen – was steht mir als pflegende:r Angehörige:r zu?

Viele Berufstätige wissen nicht, dass sie gesetzlich Anspruch auf verschiedene Entlastungen haben.

Ein Überblick:

Pflegezeitgesetz: Bis zu sechs Monate teilweise oder vollständige Freistellung von der Arbeit.
Familienpflegezeit: Flexible Reduzierung der Arbeitszeit über einen längeren Zeitraum (bis zu 24 Monate).
Pflegeunterstützungsgeld: Zehn Tage bezahlte Freistellung für akute Pflegefälle.
Homeoffice & flexible Arbeitszeiten: Immer mehr Arbeitgeber bieten Modelle an, die die Vereinbarkeit erleichtern.


👉 Tipp: Sprich frühzeitig mit deinem Arbeitgeber und informiere dich über deine Rechte. Eine offene Kommunikation kann Türen öffnen!


2. Unterstützung annehmen – du musst das nicht allein schaffen!


Pflege ist keine One-Person-Show. Wer Unterstützung hat, kann nachhaltiger und mit mehr Energie für die Angehörigen da sein. Deshalb: Hilfe annehmen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Verantwortung!

Unterstützungsmöglichkeiten:

  • Ambulante Pflegedienste übernehmen medizinische oder pflegerische Aufgaben.
  • Nachbarschaftsnetzwerke und Ehrenamtliche helfen beim Einkaufen oder Haushalt.
  • Tagespflege oder Betreuungsdienste bieten stundenweise Entlastung.
  • Pflegeberatung & Selbsthilfegruppen bieten emotionale und organisatorische Unterstützung.


👉 Tipp: Ein Unterstützungsnetzwerk gibt dir Freiräume und sorgt für eine bessere Lebensqualität – für dich und deine Angehörigen!


3. Den Spagat zwischen Job und Pflegealltag meistern

Arbeitgeber werden zunehmend sensibler für das Thema Pflege.  Viele Unternehmen bieten mittlerweile Lösungen an:


  • Flexible Arbeitsmodelle: Homeoffice oder Gleitzeit helfen, den Tag besser zu strukturieren.
  • Teilzeitoptionen: Eine Reduzierung der Arbeitsstunden kann den Druck mindern.
  • Betriebliche Unterstützung: Manche Firmen bieten Pflegeberatung oder Kooperationen mit Pflegediensten an.


👉 Tipp: Trau dich, das Gespräch mit deiner Führungskraft zu suchen. Viele wissen gar nicht, wie stark pflegende Mitarbeitende belastet sind – aber sind oft bereit zu unterstützen!


4. Selbstfürsorge ist kein Luxus – sie ist notwendig!


In all den Herausforderungen des Pflegealltags vergessen viele eines: Sich selbst. Doch Selbstfürsorge ist kein Luxus – sie ist essenziell, um langfristig für andere da sein zu können.



Deshalb ist es wichtig, sich bewusst kleine Pausen zu gönnen – sei es mit einem heißen Tee, einem guten Buch oder einem Spaziergang an der frischen Luft. Denn nur wer selbst Kraft hat, kann auch für andere sorgen.

Praktische Tipps für mehr Selbstfürsorge:

Zeit für sich selbst nehmen – auch wenn es nur 30 Minuten am Tag sind.
Austausch suchen – mit anderen pflegenden Angehörigen, um Erfahrungen zu teilen.
Auszeiten planen – Verhinderungs- oder Kurzzeitpflege kann dir dringend benötigte Pausen ermöglichen.


👉 Tipp: Höre auf dein Bauchgefühl! Wenn du dich dauerhaft überfordert fühlst, ist es Zeit, Unterstützung einzufordern. Niemand kann alles allein schaffen.


Fazit: Es gibt Wege – du bist nicht allein!

Die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf ist herausfordernd, aber nicht unmöglich. Informiere dich über deine Rechte, baue ein Netzwerk auf und vergiss dich selbst nicht! Es braucht Mut, Hilfe anzunehmen und Grenzen zu setzen – aber genau das macht dich stark.


Wie erlebst du den Balanceakt zwischen Beruf und Pflege? Welche Tipps haben dir geholfen?


Ich freue mich auf den Austausch in den Kommentaren!

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